Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

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Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

Beitrag von Garrett » 20.10.2008 21:53

Wie fang ich an...

Haltet ihr Fansubs (dt./engl./egal) für etwas "Japanisches"? Und auf welche Weise?
Um mal etwas weiter auszuholen: Eine Aufgabe in der Uni lautet sinngemäß: Such dir etwas(Produkte, Orte, Phänomene, etc.), das als spezifisch japanisch angesehen wird und ich frage mich also, fallen Fansubs darunter?

Naja, nur eine grobe Erklärung, ich bin mir auch noch nicht so ganz klar darüber, was ich hier von euch wissen will, wenn was nicht klar ist, fragen.

Aktualisierte Fragestellung:

Als wie "japanisch" empfindet ihr persönlich Anime-Fansubs(Video+Unteritel)?
Zuletzt geändert von Garrett am 23.10.2008 16:09, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Telaa » 20.10.2008 23:09

ich würde zu allererst verallgemeinern: nicht fansubs, sondern animes
bei animes ergibt sich aber das problem, dass sie oft mit cartoons gleichgesetzt werden, wodurch beide in ihrer herkunft nicht unterschieden werden: allerdings sind cartoons typisch amerikanisch, animes typisch japanisch (obwohl vor allem in (süd)korea vermehrt manhwa bzw. in china manhua aufkommen und auch als anime oder cgi produziert werden)

typisch japanisch kann man manga und animes alle mal nennen; man muss aber konkret zwischen manga und comic und auch zwischen anime und cartoon differenzieren - dass der begriff "manga" lediglich das japanische wort für "comic" ist, macht die sache etwas undurchsichtig, weil der unterschied klar sein dürfte (wer sich aber gar nicht in dem gebiet auskennt, braucht eben eine erklärung)


um noch einmal auf fansubs einzugehen: ein fansub ist an sich bloß ein anime mit untertiteln, die in einer anderen sprache als der des dubs sind - daher ist der begriff "anime" hier allgemein passender, weil fansubs doch den kleinsten teil darstellen (nun gut, fandubs sind noch seltener)

welche aspekte du bei der aufgabe besonders ins auge fassen sollst, hast du nicht geschrieben; da müsste man ggf. genauer ins detail gehen oder sich etwas anderes typisch japanische suchen, sollten animes nicht die kriterien erfüllen
aber japan bietet viel, das für das land typisch ist:
- heiße quellen
- samurai (nun gut, das greift auch auf china über; allerdings haben japan und china mehrere jahrtausende im großen und ganzen dauernd krieg miteinander gehabt, wenn ich nicht falsch informiert bin (muss noch mal die aoe2 kampagne spielen ;) ))
- uvm. ^^ (mir fällt irgendwie gerade nichts weiteres mehr ein ...)
aber beachte bei der liste, dass die schriftzeichen nicht dazugehören! diese haben die japaner den chinesen im krieg "gestohlen" (bzw. "übernommen"/"mitgebracht") und dann ihrer sprache angepasst

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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Garrett » 21.10.2008 07:03

Telaa hat geschrieben:ich würde zu allererst verallgemeinern: nicht fansubs, sondern animes
Ohne dir (und anderen) das jetzt versauen zu wollen - Ich meine explizit Fansubs, nicht den Anime/Manga an sich. D.h. ich meine die Arbeit des Untertitelns von originalsprachigen Anime, warum jemand einen Fansub schaut und eben nicht die deutsche Synchro auf RTL2 oder DVD, sind Hints zu kulturellen Phänomenen, die im Anime vorkommen, "japanisch", wie Animetypisch - und damit Japantypisch(?) - sind Kara-FX?
bei animes ergibt sich aber das problem, dass sie oft mit cartoons gleichgesetzt werden, wodurch beide in ihrer herkunft nicht unterschieden werden: allerdings sind cartoons typisch amerikanisch, animes typisch japanisch (obwohl vor allem in (süd)korea vermehrt manhwa bzw. in china manhua aufkommen und auch als anime oder cgi produziert werden)

typisch japanisch kann man manga und animes alle mal nennen; man muss aber konkret zwischen manga und comic und auch zwischen anime und cartoon differenzieren - dass der begriff "manga" lediglich das japanische wort für "comic" ist, macht die sache etwas undurchsichtig, weil der unterschied klar sein dürfte (wer sich aber gar nicht in dem gebiet auskennt, braucht eben eine erklärung)
Es geht mir prinzipiell nicht darum, ob Manga und Anime etwas "typisch japanisches" sind. Sondern darum, ob diese (eigentlich Fansubs - s.o.) als so etwas wahrgenommen werden. Bei Manga/Anime spricht zumindest einiges dafür - z.B. die Begrifflichkeiten: Es gibt für diese "Zeichentrickfilme" einen spezifischen Begriff - Anime - der sie von anderen "Zeichentrickfilmen" unterscheiden soll, und das dieser Begriff japanischen Ursprungs ist - ist für die Frage der Wahrnehmung schon wichtig.
Um die ganze Sache mit der Wahrnehmung nochmal an einem Beispiel zu erklären:
Der größte Teil der Manga kommt zwar aus Japan und wird wohl auch so wahrgenommen - aber es gibt z.B. deutsche Mangaka(schon wieder ein japanischer Begriff), deren Werke nicht aus Japan kommen, die aber z.B. bei Ehapa unter die gleiche Kategorie fallen (EMA) - und vermutlich auch von den Fans als dazu gehörig wahrgenommen werden.
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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Telaa » 21.10.2008 13:18

es kommt licht ins dunkel, was du eigentlich mit dem thread bezwecken wolltest ^^

also ich würde dann wiederum erneut eine unterteilung machen:
  • manga werden ganz klar als japanisch wahrgenommen (diese art der kunst ist für europa und amerika vollkommen untypisch)
  • animes hingegen nicht unbedingt:
    • wer nur deutschsprachige animes von rtl2 kennt, wird diese nur sehr wenig mit japan verbinden; es fehlt die japanische sprache, der allgemeine bezug zu dieser (z. b. durch schriftzeichen (diese werden teilweise übersetzt (und dann wird das japanische mit dem deutschen überdeckt) oder man beachtet sie gar nicht und enthält dem zuschauer die bedeutung dieser vor, wodurch der bezug ebenfalls verloren geht)), es ist vieles eingedeutscht oder an europäische/amerikanische normen angeglichen usw
      vor allem aber sind die animes nicht dazu gemacht, etwas über japan zu erfahren; sie spielen zu 95% in fiktiven welten, die nur selten japanisch sind. animes wie chocotto sister, die das alltägliche, japanische leben darstellen, sind nicht zu finden und man "lernt" auch japan gar nicht kennen
      zudem wird oftmals der sinn des dubs so stark verändert, um nicht zu sagen verzerrt, dass die eigentliche bedeutung nicht einmal im ansatz erhalten bleibt (beispielsweise spielen die animes kanon und clannad oft mit japanischen wortwitzen oder der japanische sprache (in clannad macht sich der hauptcharakter z. b. darüber lustig, dass ein mädchen immer "boku" sagt (boku=männliche form für "ich") und rät ihr zu "ore" (stärker männlich betonte variante zu "boku") und später dann zu atashi/watashi (weibliches pendant zu boku/ore) - eine fansubgruppe erklärt den gag; ein deutscher dub würde einfach etwas anderes reinsetzen, was zu den mundbewegungen passt)) und somit der japanische charakter so gut wie möglich "beseitigt" wird
    • animes, die aber nicht im fernsehen laufen, müssen größtenteils als fansub oder mit japanischer/englischer sprache geguckt werden (nur versteht kaum einer japanisch und auch nicht jeder einen engl dub (wenn es denn einen gibt)), und dann bleiben alle japanischen elemente erhalten - die existenz des fansubs ist ja bereits beweis für den japanischen ursprung und charakter des animes
      allerdings ist und bleibt ein fansub eine übersetzung, die so direkt also nichts japanisches an sich hat - und als alleinstehendes objekt auch kaum einen japanischen bezug aufweist (ohne entsprechende anime-episode ist ein fansub schließlich unverständlich); daher sehe ich den fansub ohne bezug zum anime als nicht japanisch an, mit dem anime dazu ist er natürlich japanisch "angehaucht" bis hin zu einem spiegel des japanischen lebens
      dazu muss ich aber betonen, dass der fansub eben nur wegen dem anime japanisch scheint ... und das macht den fansub nicht mehr japanisch
jetzt könnte man den begriff "fansub" aber nicht mit den untertiteln und der eigenarbeit der fansubgruppe assoziieren, sondern mit dem gesamtwerk: also untertitel + anime
das sehe ich dann aber nicht mehr als "reinen" fansub - nicht ohne grund ist "fansub" eine mischung aus "fan" und "subtitle"

also unter diesem gesichtspunkt bezeichne ich einen fansub als kaum japanisch, es muss ein anime als bezug her, der dann den japanischen charakter mitbringt, welchen der fansub lediglich für uns übersetzt - somit macht der fansub uns etwas typisch japanisches, den anime, ohne japanischkenntnisse zugänglich, fügt aber keine japanischen elemente ein

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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Clover » 21.10.2008 14:29

ein "fansub" muss ja auch nicht unbedingt zu einem japanischen anime dazugehören... ich könnte ja genausogut einen fansub von der neuesten lost-staffel machen, oder von irgendwelchen südamerikanischen tv-serien... also würde ich fansubs gar nicht mit japan in verbindung bringen... ich würde ja vielleicht auch bei übersetzungen aus anderen sprachen hinweise und so zu kultur und sprache erwähnen.

also ich würde mir ein anderes thema suchen...
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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Garrett » 21.10.2008 14:59

Telaa hat geschrieben: jetzt könnte man den begriff "fansub" aber nicht mit den untertiteln und der eigenarbeit der fansubgruppe assoziieren, sondern mit dem gesamtwerk: also untertitel + anime
das sehe ich dann aber nicht mehr als "reinen" fansub - nicht ohne grund ist "fansub" eine mischung aus "fan" und "subtitle"
Von meiner Tätigkeit als Transe aus gesehen stimme ich dir da zu, aber die meißten Encoder würden dir widersprechen. Und in dieser Frage tendiere ich auch eher dazu Fansub und Anime als Einheit zu sehen. Schon deshalb, weil ein Fansub ohne den Anime nichts wert ist. Man stelle sich ein Sub-script vor, von dem keiner weiß zu welchem Anime er gehört. Bis auf ein paar Freaks, die sich einen Spaß daraus machen, herauszufinden, welcher Anime das sein könnte, würde sich keiner dafür interessieren.

@Clover
Ich meine schon ausdrücklich Anime-Fansubs, sonst hätte ich das nicht hier gefragt. Außerdem würde ich Anime-Fansubs nicht mit anderen gleichsetzen, es gibt nämlich einige Unterschiede. Da wäre zum einen Mal der Kodex, dann das "exotische" Rohmaterial das man verwendet. Der Otakismus(^^) der um dieses Rohmaterial kreist und auch die Fansub-Szene durchdringt. Und wahrscheinlich noch einige andere, die ich mir noch überlegen müsste.
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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Telaa » 21.10.2008 15:21

Garrett hat geschrieben:Schon deshalb, weil ein Fansub ohne den Anime nichts wert ist.
offtopic: gerade das machen sich aber manche zu nutzen: fansubs zu verteilen ist legal, weil sie das werk der gruppe sind und keine urheberrechte anderer verletzen
z. b. gibt es eine deutsche seite, die u. a. fansubs zu dr. house anbietet - aber nur die untertitel und keine videos

damit bleibt die seite im legalen bereich und der user muss selbstständig nach einer videogrundlage für den sub suchen


zum thema: also wenn du dich auf anime-fansubs beziehst und sub+video zusammennimmst, dann hast du auf jeden fall etwas sehr japanisches - vor allem wegen dem dub

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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Devil Doll » 21.10.2008 16:01

Telaa hat geschrieben:offtopic: gerade das machen sich aber manche zu nutzen: fansubs zu verteilen ist legal, weil sie das werk der gruppe sind und keine urheberrechte anderer verletzen
Und ob sie das tun. Auch eine nicht autorisierte Übersetzung ist eine Verletzung des Urheberrechts auf den Originaltext der Handlung. Versuch mal, Deine eigene Übersetzung von Harry Potter als Buch herauszubringen... Bitte keine falschen Rechtsauffassungen verbreiten, auch nicht als offtopic.

Garrett, Deine Frage, wie Fansubs wahrgenommen werden, steht und fällt mit dem Informationsstand und Blickwinkel der Zielgruppe - je nachdem, ob diese einen Anime mit Untertiteln in erster Linie als Anime oder in erster Linie als untertiteltes Video auffasst.
Ein Anime-Fan wird einen Anime-Fansub eher für etwas Japanisches halten als z. B. ein Fansubber, der sich bewusst ist, dass er auch koreanische Animationsfilme untertiteln könnte (oder bereits untertitelt hat...).

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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Telaa » 21.10.2008 17:16

Devil Doll hat geschrieben:
Telaa hat geschrieben:offtopic: gerade das machen sich aber manche zu nutzen: fansubs zu verteilen ist legal, weil sie das werk der gruppe sind und keine urheberrechte anderer verletzen
Und ob sie das tun. Auch eine nicht autorisierte Übersetzung ist eine Verletzung des Urheberrechts auf den Originaltext der Handlung. Versuch mal, Deine eigene Übersetzung von Harry Potter als Buch herauszubringen... Bitte keine falschen Rechtsauffassungen verbreiten, auch nicht als offtopic.
bei harry potter sind aber auch vor allem für das buch neu erfundene worte drin, die in ihrer verwendung probleme machen ("muggel" usw)
und demnach sind ALLE lyric-seiten absolut illegal und das produzieren eines animes stellt das übersetzen normaler worte und sätze unter strafe ... also dieser logik kann ich nicht folgen

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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Odonel » 21.10.2008 21:30

Telaa hat geschrieben:bei harry potter sind aber auch vor allem für das buch neu erfundene worte drin, die in ihrer verwendung probleme machen ("muggel" usw)
und demnach sind ALLE lyric-seiten absolut illegal und das produzieren eines animes stellt das übersetzen normaler worte und sätze unter strafe ... also dieser logik kann ich nicht folgen
Es geht ja auch nicht darum, dass man die Worte einzeln nicht verwenden darf, sondern darum dass man diese konkrete Anordnung der Worte, die man in der Übersetzung nur geringfügig, aber auf jeden Fall nicht wirklich inhaltändernd, umstellt, nicht verbreiten darf, da sie eine Copyrightverletzung darstellt.
Kurz: Nicht die Übersetzung der Worte, sondern des Gesamtwerks ist illegal! Und du hast auch vollkommen recht, wenn du sagst, dass Lyrikseiten illegal sind. Wie sehr dagegen vorgegangen wird ist eine andere Sache und kein Maß für Illegalität.

Zum Thema: Ich halte Fansubs nicht für etwas Japanisches. Sie werden von Leuten auf der ganzen Welt, außer vermutlich in Japan produziert. Kann irgendetwas unjapanischer sein ;) Das als Grundlage etwas Japanisches genommen wird, halte ich dabei für unerheblich.

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Re: Wie "japanisch" sind Fansubs?

Beitrag von Garrett » 22.10.2008 17:28

Devil Doll hat geschrieben: Garrett, Deine Frage, wie Fansubs wahrgenommen werden, steht und fällt mit dem Informationsstand und Blickwinkel der Zielgruppe - je nachdem, ob diese einen Anime mit Untertiteln in erster Linie als Anime oder in erster Linie als untertiteltes Video auffasst.
Ein Anime-Fan wird einen Anime-Fansub eher für etwas Japanisches halten als z. B. ein Fansubber, der sich bewusst ist, dass er auch koreanische Animationsfilme untertiteln könnte (oder bereits untertitelt hat...).
Erm... vielleicht hätte ich eher fragen sollen:
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Re: Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

Beitrag von Devil Doll » 22.10.2008 22:47

Ich selbst sehe "Animes subben" schon als ziemlich japanisch an - was sicherlich daran liegt, dass ich mich im Wesentlichen als Übersetzer sehe und an vielen Stellen "japanisch denken" muss, um eine Szene zu verstehen.
Bei einem Encoder oder Timer, die mit dem "japanischen" Aspekt der Animes am wenigsten zu tun haben, mag das anders aussehen.
Zuletzt geändert von Devil Doll am 23.10.2008 15:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

Beitrag von Taxy » 23.10.2008 15:24

Ich würde es eher auf den Anime abstellen, der da gefansubt wurde, also im Allgemeinen würde ich Anime-Fansubs auch keine besonders hohen "japanischen" Eigenschaften zuschreiben, da sie ja wie gesagt AUSSERHALB Japans entstehen. Serien wie Ergo Proxy oder El Cazador de la Bruja, die nahezu keine japanischen Inhalte haben, empfinde ich nicht wirklich als "japanisch", während Serien wie Mushishi oder Welcome to the NHK durch ihren engen Bezug zur japanischen Kultur sehr wohl japanisch wirken. Die Frage ist mir also zu weit gefasst, da könnte man genauso fragen, ob ich Tee als japanisch empfinde oder nicht.

Eindeutiges Fazit: Kommt drauf an. ^^
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Re: Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

Beitrag von nano » 23.10.2008 15:52

Also, wie "japanisch" ich die Untertitel empfinde, hängt ganz vom Sub, bzw den Personen, die daran gearbeitet haben, ab.

In manchen ist alles perfekt deutsch, deswegen hinterlassen sie keinen japanischen flair. Manche sind schlecht aus dem englischen übersetzt, und man hat die ganze Zeit praktisch den englischen Sub vor Augen. Also auch nicht sehr japanisch.
Zu einem Sub mit japanischem "Flair" gehören für mich kleine Dinge, wie zB das "-san" Beizubehalten.

Falls ich das Thema ned genau getroffen hab, gomen ne, denn ich hab ned wirklich mitgelesen. ^^
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Re: Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

Beitrag von Lyr » 07.03.2009 13:05

Ich denke auch ein kommt drauf an ist hier durchaus angemessen.

Der Fansub im allgemeinen ist grundlegend wohl nicht unbedingt typisch Japanisch. Betrachten wir dann aber was gesubt wurde kommen wir der Sache schon näher.
Welcome to the NHK
Genshiken
viele der Romancetitel
und ähnliche die entweder direkt einen Japanischen Bezug zur Kultur, in Japan spielen oder sonst eine Verbindung zu Japan aufweisen.

Dann fließt in die Betrachtung auch das wie ein. Namenszusätze sind ein ganz wichtiger Punkt um Japanisches Flair aufkommen zu lassen. Oder auch das Japanische Nee-san für Schwester und ähnliches.

Sind diese Punkte erfüllt kann man durchaus einem Fansub den Stempel typisch Japanisch aufdrücken. Aber diese Bewertung muß dann jeder einzeln für sich finden.
Wenn du sie nicht überzeugen kannst... verwirre sie!

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Re: Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

Beitrag von nelf » 16.03.2009 18:22

ich besziehe mich nun mal nur auf die frage ob fansubs was jabanisches sind.
sofern mit fansubs anime gemeind sind, die eben durch fans mit einem untertitel in deren landessprache versehen wurden, dann ja.
anime sind japanische animierte filme --_-- naja, wie die bezeichnung comics eben englisch sind und dies mehr auf amerika zutrifft.
ich denke mal, anime ist ein zeichnerischer style, der aus japan kommt, somit gehören selbst manga usw von deutschen mangaka auch zu japan.
hm, ich bin gerade selber etwas verwirrt... XD ich werd mich mal etwas damit auseinander setzen O.O
also das wär mal ein schönes thema fürs linguistik studium

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Re: Wie "japanisch" sind Anime-Fansubs?

Beitrag von nano » 16.03.2009 18:26

nelf hat geschrieben:ich besziehe mich nun mal nur auf die frage ob fansubs was jabanisches sind.
sofern mit fansubs anime gemeind sind, die eben durch fans mit einem untertitel in deren landessprache versehen wurden, dann ja.
anime sind japanische animierte filme --_-- naja, wie die bezeichnung comics eben englisch sind und dies mehr auf amerika zutrifft.
ich denke mal, anime ist ein zeichnerischer style, der aus japan kommt, somit gehören selbst manga usw von deutschen mangaka auch zu japan.
hm, ich bin gerade selber etwas verwirrt... XD ich werd mich mal etwas damit auseinander setzen O.O
also das wär mal ein schönes thema fürs linguistik studium
Nun, dass Anime etwas japanisches sind, ist schon klar. Es ging eher darum, wie japanisch die Untertitel sind, und damit dann der Fansub, da er diese Untertitel enthält.
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